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Ouzo

Ouzo ist eine griechische Anisspirituose. Dabei wird nicht der Anis selbst destilliert, sondern Weizen oder Trauben. Die Geschmacksträger Anis oder Fenchelsamen, aber auch Koriander werden erst später zum Ouzo dazugegeben.

Der Ouzo ist vermutlich ein recht junger Ableger des türkischen Raki, wobei jung in einem historischen Sinn zu sehen ist. Raki war ein beliebtes Getränk im ganzen osmanischen Reich, das einst den Balkan, Griechenland, die Türkei, Arabien und Nordafrika umfasste. Seit Griechenland im 19. Jahrhundert unabhängig wurden, gab es ständige Reibereien, die teilweise auch heute noch bestehen. Damit war natürlich auch der Nachschub des beliebten Raki problematisch geworden und die Griechen setzten auf eigene Produktion.

Die meisten Ouzodestillerien, wie der berühmte Ouzo of Plomari, sind auf der Insel Lesbos zu finden, wobei die sehr bekannte Ouzo 12 in Volos, einer kleinen Hafenstadt auf dem Festland, liegt. Anders als bei Whisky kann Griechenland dabei allerdings nicht in Ouzoregionen unterschieden werden. Die einzelnen Destillerien haben alle ihren eigenen Stil in Herstellung und Aroma.

In Deutschland kennt man Ouzo häufig als den Absacker, den der freundliche griechische Wirt nach der großen Portion Schweinefleisch oder Tintenfisch zusammen mit der Rechnung an den Tisch bringt. Einen kleinen Scherz später, weil der Fahrer den Schnaps abgelehnt hat, wird angestoßen und der Ouzo gekippt. Allerdings kann Ouzo sehr viel mehr. In Griechenland gibt es beispielsweise sogenannte Ouzerien. Das sind café-ähnliche Häuser, in denen Ouzo mit Mezedes gereicht wird, einer Auswahl an typisch griechischen Vorspeisen, wie beispielsweise Tintenfisch, Sardinen, Zucchini und Salat. Ouzo sollte immer zum Essen serviert werden und nie allein oder gar einsam getrunken werden.