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Augustiner

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Augustiner- das Münchner Traditionsbier

Augustiner Bier, wie seine Gaststätten und seine Brauerei, sind aus dem Münchner Leben nicht wegzudenken und bilden unweigerlich einen Teil der dortigen Kultur und Geselligkeit. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Historie der Brauerei, über deren schmackhaftes Sortiment sowie eine kurze Zusammenfassung ihrer gemütlichen Gaststätten.

Historisches

Eine kleine Geschichte der Brauerei

Dier Augustiner Brauerei, als älteste bestehende Brauerei der Bier-Hauptstadt München, blickt auf eine lange Geschichte mit über 670 Jahren Tradition zurück: so finden sich erste Erwähnungen eines Ortes namens „Munichen“ bereits 1158. Ein Jahrhundert später wird 1294 die Grundsteinlegung eines Augustiner-Klosters an der Neuhauser Gasse datiert, sodass demnach fast von Beginn an die Mönche und ihr Brauhaus das Stadtbild und die Lebensqualität der Münchner prägten. Seit 1328, so prangt es stolz auf den Flaschenetiketten, wurde von den Ordensbrüdern Bier gebraut und an durstige Münchner in der beliebten Schänke verkauft, da sie sowohl das Brau- als auch Schankrecht ihr eigen nennen konnten. Es spricht für die Qualität des Augustiner-Bieres, dass dieses vom Regenten zur damaligen Zeit von sämtlichen Steuern befreit worden war. Wie viele andere Klöster wurde auch die Ordensgemeinschaft der Augustiner ein Opfer der Säkularisierung: 1803 zogen die Mönche aus, das Kloster samt Brauerei wurde verstaatlicht und kurze Zeit später privatisiert. 1829 übernahm Familie Wagner das Ruder des Betriebs und führte es in den nächsten knapp zweihundert Jahren zu großem Erfolg und anhaltender Beliebtheit. Unter ihrer Führung erfolgte die Verlegung der Brauräume ins Kellerareal an der Landsberger Straße, an der sie sich heute noch befinden. Die denkmalgeschützte, beeindruckende Backstein-Fassade und das gemütliche, bei Münchnern wie Touristen geschätzte Bräustüberl sowie das köstliche dort gebraute Bier erfreuen sich bis heute reger Beliebtheit.

Über das Bier

Bier wurde, anders als manche annehmen mögen, bereits seit antiken Zeiten gebraut. Damals sowohl aufgrund seines hohen Nährgehalts als auch seiner medizinischen Fähigkeiten (immerhin vermochte es durch seine rauschende Wirkung so manchen Schmerz vergessen machen) vor allem von Hausfrauen produziert, wurde es auf vielfältige Art und Weise gebraut und genutzt. Römer und Griechen bevorzugten in ihren südlichen Gefilden Wein aber die nördlicheren Völker der Kelten, Germanen und Gallier erfreuten sich am herberen, malzigen Geschmack des Bieres und integrierten es in ihre Lebenswelt sowohl als Getränke- als auch Nahrungsmittel. Um die Jahrtausendwende fand mehr und mehr ein Übergang statt, sodass das Brauwesen zu einer Sache der Klöster wurde, die die Produktion von Bier kultivierten und verbesserten. Diese hatten schnell gelernt, Bier als Nahrungsersatz während der Fastenzeit zu konsumieren.

Zur Herstellung

Augustiner Bier, ganz seinem Titel als älteste Brauerei Münchens folgend, beruft sich bei der Herstellung auf seine bewährten Grundsätze, bestehend aus Tradition, Qualität und Besinnung auf ihre Wurzeln, nicht ohne sinnvolle und praktische Errungenschaften der Modernität zu nutzen. Dies meint konkret, dass jegliche Schritte der Herstellung auf Nachhaltigkeit und Qualität geprüft werden. So wird die Brauerei von umweltfreundlicherem Erdgas mit Heißwasser betrieben und die Dampfschwaden, anders als früher, zur neuen Energiegewinnung verdichtet. Die Augustiner-Brauerei besitzt für die Herstellung des Malzes eine eigene Tennenmälzerei, braut ihr Fassbier im traditionellen Holzfass und nutzt Brauwasser aus eigenem Brunnen mit ausgezeichneter Trinkqualität, das aus 230 Metern Tiefe hinaufbefördert wird.

Das Bayrische Reinheitsgebot

Das bayrische Reinheitsgebot, bereits in der Frühen Neuzeit erlassen, beeinflusst bis heute maßgeblich die Produktion des bayrischen (und deutschen) Biers. Während des Landständetags im April des Jahres 1516 beschlossen die beiden Regenten Wilhelm IV. und Ludwig X. gegen die schlechter werdende Qualität und die schwankenden Preise vorzugehen. Um der Vermischung des Biers mit Zutaten, die Wirkung und Haltbarkeit intensivieren und verlängern sollten, entgegenzuwirken, wurde bestimmt, dass lediglich Gerstenmalz, Hopfen und Wasser für die Bierbrauerei verwendet werden dürfen. Hefe als vierte benötigte Zutat, um die Gärung gewährleisten zu können, war zu jenen Zeiten noch nicht bekannt. Heute wird das bayrische Reinheitsgebot als ältestes, noch gültiges Lebensmittelgesetz gehandelt.

Das Sortiment

Die Auswahl an Bieren umschließt bei der Augustiner Brauerei, gemäß ihrer Firmenphilosophie, die klassischen Sorten, die wir Ihnen hier kurz präsentieren möchten. Manche der Produkte sind lediglich in München und teilweise nur saisonal verfügbar. Biermischgetränke wie Radler oder andere exotische Zusätze werden ebenso wenig produziert, wie alkoholarmes Bier, da sich die Augustiner Brauerei streng an die Richtlinien des Reinheitsgebots hält.

Lagerbier Hell

Bestellt man in München ein Augustiner, so ist damit meist das Helle Vollbier der Brauerei gemeint, das ab und an auch liebevoll schlicht „August“ oder „Gustl“ genannt wird. Mit einem Alkoholgehalt von 5,2% vol. und aus den traditionellen Zutaten Wasser, Gerstenmalz und Hopfen bestehend, überzeugt dieses Bier mit seinem angenehmen, spritzig-frischen, gehaltvollen Geschmack.

Edelstoff

Mit einem stärkeren Alkoholgehalt als das Vollbier (5,6% vol.) ist das helle Exportbier der Brauerei äußerst weich im Abgang, erfrischend und ausdrucksstark. Ein altbayrisches Brauerzeugnis der Spitzenklasse, hergestellt aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen.

Weißbier

Ein typisches Weißbier nach bewährter Tradition hergestellt, das zusätzlich zu den üblichen Zutaten mit ausgewähltem Weizenmalz versehen ist. Eine tiefe Bernsteinfarbe leuchtet aus dem Glas entgegen, das eine wolkige Schaumkrone ziert. Bis zu einer Spitzenreife von 5,4% lagert das Hefeweizen in den Kellern der Brauerei.

Dunkel

Das untergärige Bier ist das ursprüngliche Altmünchner Bier mit einem malzigen, aromatisch-würzigen Geschmack und einem Alkoholgehalt von 5,6%. Nichts ist schmackhafter als eine Halbe dieses gut gekühlten Bieres mit einem Schweinebraten in Dunkelbiersoße.

Pils

Hergestellt nach traditioneller Pilsener Art und mit einer duftigen Schaumkrone versehen, ist dieses Pils mit seinem dezenten Hopfenaroma ideal für Genießer. Auch bei diesem Produkt der Brauerei wurden nur edelste Zutaten aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen verwendet und zu einem köstlichen Bier mit 5,6% Alkoholgehalt gebraut.

Oktoberfestbier

Saisonal begrenzt, einzigartig im Geschmack und die Krönung eines jeden Oktoberfestbesuchs. Das Oktoberfestbier der Augustiner Brauerei wird ausschließlich während des Ausnahmezustandes in den letzten September- und der ersten Oktoberwoche ausgeschenkt. Als einziges Oktoberfestbier, stammt dasjenige aus der Augustiner-Brauerei noch aus Holzfässern, den sogenannten Hirschen. Das im März gebraute Edelbier mit einem Alkoholgehalt von ca. 6% vol. (im Jahr 2013 waren es 6,4%) gilt traditionell als das stärkste, gehaltvollste Wies’n-Bier.

Maximator

Mit einer hohen Stammwürze und einem stolzen Alkoholgehalt von 7,5% vol. ist dieser süffige Doppelbock ein traditionell hergestelltes Starkbier, das vor allem in der Fastenzeit vor Ostern konsumiert wird.

Heller Bock

Der Helle Bock ist, wie der Name bereits verrät, ein Bockbier mit einem Alkoholgehalt von 7% vol. und vorwiegend während der Monate Mai und Juni in München erhältlich. Der Helle Bock ist ein gehaltvolles, helles Starkbier und ideal für die besonderen Momente und um auf die ersten Sommertage anzustoßen.

Die Gaststätten

Nichts spiegelt Münchner Lebensgefühl besser wider, als ein kühles Helles Augustiner Vollbier, genossen in einer der gemütlichen Biergärten oder urigen Gaststätten der Augustiner Brauerei. Seit 1994 ist Augustiner in der Systemgastronomie tätig und beliefert mehr als 60 beliebte Gastronomiebetriebe. Die bekanntesten und beliebtesten Häuser der Brauerei selbst möchten wir Ihnen hier kurz vorstellen:

Das Augustiner am Dom

Die gemütliche Gaststätte, bei der Sie, wenn Sie Glück haben und einen Platz am Fenster ergattern, Ihr kühles August mit Blick auf die Münchner Frauenkirche genießen können. Einen Hauch Modernität, internationales Flair, bayrische Küche und traditionelles Bier- dies alles finden Sie am Frauenplatz 8.

Das Augustiner am Platzl

Das gemütliche Wirtshaus am bekanntesten Bermudadreieck der Münchner Gastronomie: Hofbräuhaus, Hard Rock Cafe, Schuhbecks Südtiroler Stuben und sein Orlando sowie das Augustiner- sie alle befinden sich am Platzl. Gerüche nach typischen Münchner Gerichten schweben in der Luft, fröhliche Buntglasfenster und fesche Kellner(/innen) in Tracht laden in der Orlandostr. 5 zu einem gemütlichen Bier ein, das Auftakt zu einem Brauhaus-Hopping oder als Abschluss eines anstrengenden Sightseeing-Tages sein kann.

Die Augustiner Bräustuben

Nicht gerade ein Geheimtipp aber doch etwas mehr abseits gelegen als die Klassiker im Zentrum und ebenso ein Anziehungspunkt durstiger Münchner. An der Landsbergerstr.19 gelegen, nur wenige Fußschritte von der Brauerei entfernt, befindet sich diese sympathische Gaststätte mit Münchner Schmankerln und köstlichem Bier. Unser Tipp: Auch das Oktoberfest befindet sich in Fußnähe.

Das Augustiner Festzelt auf dem Oktoberfest

Im Herzen der Festzelte, umgeben von ausgelassener Stimmung, dem Summen der Fahrgeschäfte, Gelächter kleiner Kinder und dem Duft frischer Zuckerwatte, liegt das Augustiner-Festzelt. Seinem Ruf als traditionellstes, gemütlichstes Zelt mit dem gehaltvollsten, schmackhaftesten Bier wird es allemal gerecht. Lichterketten, die ihr warmes Licht verstreuen, duftende Hopfengirlanden, Kellner(-/innen) im Dirndl und Lerderhos‘n, zünftige Blasmusik und eine Maß kühlen, frisch eingeschenkten Oktoberfestbieres, das jedes Jahr extra für dieses Riesenevent gebraut wird und nur dort ausgeschenkt wird. Ein Muss für Einheimische wie Besucher!

Die Augustiner Großgaststätten

Mitten im Herzen der Fußgängerzone Münchens und Magnet für Touristen wie Einheimische ist das Augustiner Stammhaus an der Neuhauser Straße 27. Warme Holztische, zünftige Bierkrüge und Münchner Schmankerl, die Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Während den wärmeren Monaten hat der gemütliche Biergarten im Innenhof geöffnet. Oder Sie versuchen es mit einem Tisch an der Vorderseite und beobachten die wuselnde Menge an Einkäufern auf Münchens beliebtester Shopping-Straße.

Der Augustiner-Keller

Der Augustiner-Keller an der Arnulfstr.52, in Nähe der Hackerbrücke, wartet mit dunklen Holztischen, bayrischen Köstlichkeiten und in den Sommermonaten mit einem original Münchner Biergarten auf. Sowohl für Stammtischler als auch Touristen ein Stück Münchner Lebensgefühl.