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Cognac

Cognac – dahinter verbirgt sich ein großer Klassiker, ein großer Name und ein großes Destillat, das ein mindestens ebenso großes Renomée aufweisen kann wie Champagner oder Armagnac. Was sie alle gemeinsam haben? Dass ihr Name gleichzeitig auch eine geschützte Herkunftsbezeichnung bedeutet. Und das wiederum heißt, dass sich Cognac nur diejenigen Weindestillate nennen dürfen, die auch tatsächlich von den Weinreben des streng begrenzten Gebiets um die gleichnamige Stadt Cognac herum stammen. Ein deutscher oder spanischer Weinbrand, der ähnlich hergestellt wird, ist demnach kein Cognac. Dass manche noch die Schreibweise Kognak kennen, liegt daran, dass diese Bezeichnung bis 1920 auch für deutsche Weinbrände bzw. Branntweine noch üblich gewesen war.

Was ist eigentlich Cognac? – Die Herstellung

Weinbrand oder Branntwein, Brandy oder Cognac? Die Bezeichnungen sind für Laien teilweise schwer zu unterscheiden und lassen oftmals die Frage aufkommen: was ist eigentlich Cognac?

Nun, einerseits ist dies ganz einfach (andererseits jedoch auch nicht): Cognac ist per EG-Verordnung ein Branntwein, also eine Spirituose deren Basis aus Weißweinen besteht. Diese dürfen nur aus der Weingegend rund um die Stadt Cognac stammen und werden über den Winter hinweg in traditionellen Brennblasen, den Alambic’s destilliert. Ende März muss der Brennvorgang abgeschlossen sein und dies ist tatsächlich sogar gesetzlich vorgeschrieben. Im Doppelbrandverfahren wird das „Herz“ des Brandes aufgefangen, der edle, schmackhafte Feinbrand, der immer noch 72% Vol. Alc. aufweist. Und dies ist per EG-Verordnung einer der wesentlichen Unterschiede zum Brandy oder auch Weinbrand, die zur Hälfte aus hochdestilliertem Weindestillat bestehen und damit knapp unter 95% Vol. Alc. liegen.

Der nächste Schritt ist einer der wichtigsten Aromenträger des Cognacs: die Holzfasslagerung. Diese findet in Eichenholz, meist aus Limousin Eiche, statt und verleiht sowohl die bernsteinfarbene Couleur als auch den unvergleichlichen Geschmack – eine Vereinigung aus Wein und Holz. Bis auf wenige Ausnahmen, wird das Destillat nach der Fassreife auf einen Alkoholgehalt von 40% Vol. Alc. reduziert. Oftmals findet zuvor noch die Assemblage statt, eine Art Blending, bei dem ältere und jüngere Destillate zu einem harmonischen Ganzen vereint werden.

Die Weinbaugebiete der Cognac Region und die Rebsorten

Ähnlich wie in der Champagne mit dem gleichnamigen Schaumwein, so ist auch in der Cognac Region Charente und Charente-Maritime Weinberg selbstverständlich nicht gleich Weinberg und man ordnet die diversen Lagen unterschiedlichen Qualitätsstufen, sogenannten Crus zu. Von den nobelsten Gebieten wie der Grande und der Petite Champagne, gibt es zusätzlich die Cru Lagen Borderies, Fins Bois, Bons Bois und Bois Ordinaires.

Wenn mindestens 50% der Trauben aus dem exklusiven Gebiet der Grande Champagne stammen und der Rest aus der Petite Champagne, dann darf ein Cognac das Fine Champagne mit im Namen führen.

Gleichzeitig ist natürlich klar, dass in einem so begrenzten Gebiet wie der Charente ein bestimmtes Klima und bestimmte Bodenbeschaffenheiten herrschen, die gewissen Traubensorten besonders gut bekommen. Und so werden mit bis zu 90% vor allem Ugni Blanc Trauben kultiviert, die man hierzulande auch als Trebbiano oder auch als Saint-Émilion kennt. Man baut bei Ugni Blanc auf die intensive Säure, die sich besonders gut für das Destillieren eignet. Ansonsten finden auch Folle Blanche und Colombard Trauben Verwendung.

Die Altersangaben

Wie bei Rum, Whisky und anderen fassgelagerten Destillaten, ist natürlich auch beim Cognac ein entscheidender geschmacklicher Einfluss die Dauer, die das Destillat im Fass verbringt. Beim Whisky kennen wir den Blend, beim Cognac wird meist die sogenannte Assemblage angewandt, eine Vermengung verschiedener Branntweine diverser Lagen und Jahrgänge, die dann zu einem feinen, wohlausbalancierten Brand zusammen finden. Die Altersangabe eines Cognacs orientiert sich dabei stets am jüngsten zugesetzten Branntwein.

Prinzipiell gilt, je besser die Lage, desto länger braucht auch die Lagerung im Holzfass. Zwei Jahre Reifung im Fass? Dann verdient er den Beisatz VS. Mindestens vier Jahre hat ein VSOP ein „Very Superior Old Pale“ zu sein. Weitere Altersabstufungen werden als XO (Extra Old), Très Vieux, Royal, Vieille Réserve, Napoléon und ähnliches bezeichnet. Dann ist das jüngste zugegebene Destillat mindestens sechs Jahre alt (ab 2018 zehn Jahre).

Bekannte Cognac Marken

Cognac zählt zu den edelsten Spirituosen, die am Kaminfeuer, nach einem delikaten Essen und auch zu besonderen Anlässen gereicht werden. Dies ist auch auf die lange Tradition und liebevolle Herstellung zurückzuführen, die mit dem Destillat Cognac eng verbunden ist. Große Cognac Häuser wie Hennessy, Rémy Martin und Co. wissen ihre Wurzeln teils mehrere Jahrhunderte weit zurückzuverfolgen.

Auch mit Davidoff, Hine, Martell, Meukow, Monnet, Otard, Pierre Ferrand oder Prince Hubert de Polignac werden Sie feine Geister in der Hand halten, die aufzeigen, dass Cognac bis heute eine große Nummer ist.