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Ramazzotti

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Ramazzotti


Ramazzotti ist einer der führenden italienischen Kräuterliköre, der sich als Apéritif weit über die Grenzen Italiens hinaus besonderer Beliebtheit erfreut und der in seiner Heimat am liebsten als Begleiter zum Espresso genommen wird. Erfunden hat ihn im Jahr 1815 ein gewisser Ausano Ramazotti, der zu jener Zeit in Mailand eine Apotheke hatte - zu jener Zeit waren Apotheker immer auch Kräuterkundige!


Immer wieder kamen Kunden zu ihm, die nach einem guten Magen-Tonicum verlangten, um Verdauungsbeschwerden und einem unangenehmen Völlegefühl im Magen zu begegnen. So experimentierte er längere Zeit mit verschiedensten Kräutermischungen, die er in Alkohol mazerieren ließ, um einen ebenso schmackhaften wie wohltuenden Bitter zu kreieren. Das Ergebnis war dann der "Amaro Felsina Ramazzotti", der sehr schnell so beliebt wurde, dass sein Erfinder die Apotheke schloss, um sich ganz auf Herstellung und Vertrieb des Erfolgslikörs verlegen zu können. Als um 1848 die ersten Cafés in Mailand eröffneten, sah Ramazzotti dies als ideale Gelegenheit, seinen Amaro (italienisch für "Bitter") zu vertreiben und eröffnete seinerseits ein Café, in welchem er den Kräuterlikör als ideale Ergänzung zum Kaffee und Espresso anbot.


Bereits 1866 übernahmen seine Söhne damit ein florierendes Unternehmen, das 1877 als "Fratelli Ramazzotti" offiziell ins Handelsregister eingetragen wurde. - Selbst während des I. Weltkriegs ging die Produktion weiter, und 1919 war Ramazzotti eine der ersten Firmen, die aktiv Anzeigen-Werbung im großen Stil machte: Die besten Künstler wurden engagiert, um ihren Amaro in verschiedenen Printmedien als den "König des Apéritifs" zu bewerben. 1934 erfand der Vertreter der dritten Familiengeneration, Guido Ramazzotti, einen der erfolgreichsten Werbeslogans des Hauses mit dem Spruch "un Ramazzotti va sempre bene" ("Ramazzotti ist immer gut für Dich!"), der auch heute noch bekannt ist.


Guido Ramazzotti war es auch, der die im II. Weltkrieg zerstörte Fabrik 1947 wieder aufbaute, die aber bereits 1959 zu klein war, weshalb in der Via Stuparich in Mailand eine neue, für die damalige Zeit hochmoderne, Fertigungsstätte errichtet wurde. - Schon 1970 war auch der internationale Absatz des Ramazzotti aber so stark gestiegen, dass die Produktion wiederum verlegt werden musste, und zwar diesmal in die Gemeinde Lainate, etwa 20 km nordwestlich von Mailand. 1985 erfolgte die Übernahme durch den französischen Spirituosen-Giganten Pernod Ricard, der die stetig wachsende Produktion nochmals verlegte, und zwar an den heutigen Standort in Canelli, gut 100 km südwestlich von Mailand in der Provinz Asti. Die Abfüllung erfolgt freilich bis heute im Stammhaus in Mailand, weshalb dieser italienische Kräuterbitter nach wie vor die Aufschrift "Bottled in Milano" trägt.


Hergestellt wird dieser Amaro bis heute nach dem Originalrezept von Ausano Ramazzotti, freilich unter Verwendung modernster Methoden, die eine noch bessere Reinheit und Qualität des Kräuterlikörs garantieren. Grundlage bilden 33 verschiedene so genannte "Botanicals", also Kräuter, Wurzeln, Beeren und andere Pflanzenteile, darunter Engelwurz, Sternanis, Orangenschalen aus Sizilien, Ingwer, Chinin, Zimt Rhabarber und Vanille. Die genaue Zusammensetzung sowie die Verarbeitung selbst sind ein streng gehütetes Familiengeheimnis, das nur jeweils drei Personen gleichzeitig bekannt ist. Gewiss ist nur, dass die Botanicals nach einer strengen Qualitätsprüfung in Neutralalkohol mazerieren, der dann vor der Abfüllung mit einem Alkoholgehalt von 30% mit Zucker versetzt und mehrfach filtriert wird.


Das Ergebnis, dessen Etikett durch ein berühmtes, seit Jahrzehnten kaum verändertes, Etikett in leuchtendem Rot und Blau ausgezeichnet wird, ist von dunkelbrauner, satter Färbung und hoher Viskosität. Der Ramazotti verströmt ein charakteristisches Kräuteraroma, dessen bittere Anteile von einem Hauch von Zitrus veredelt werden. Am Gaumen süß und von komplexem, wohl ausgewogenem Geschmack, erzeugt er ein angenehmes Magengefühl und wird gerne mit einem Tropfen Zitrone angereichert und eisgekühlt serviert. In Italien gilt er als klassischer Begleiter zum Espresso und wird auch oft "on the rocks" genossen.


Das Jahr 2000 sah die erste Variante dieses Amaro Markt, den Ramazzotti Menta, für welchen der normale Ramazzotti nochmals mit frischer Minze zusätzlich verfeinert wird. Abgefüllt wird er mit 32% Alkoholgehalt in Flaschen mit dem typischen Ramazzotti-Etikett, das beim Ramazzotti Menta allerdings in passendem Grün gehalten ist. Wie sein berühmter Bruder, wird auch der Menta gerne auf Eis getrunken, gilt aber auch als hervorragende Grundlage für mancherlei leckere Longdrinks mit dem typisch italienischen Touch.


Ergänzt wurde diese kleine Produktpalette in jüngster Zeit durch den Ramazotti Limone, der speziell für heiße Sommertage gedacht ist: Durch den Zusatz von frischem Zitrusöl erhält er einen besonders erfrischenden und fruchtigen Geschmack, in dem Zitrusnoten den bekannten bitter-süßen Ramazzotti-Geschmack fein umrahmen. Seine Flaschen unterscheiden sich durch das intensiv gelbe Etikett vom normalen Ramazzotti und vom Menta.

Damit ist unsere Produktpalette von Ramazzotti - zumindest vorerst - komplett, ob weitere leckere Versionen des bekanntesten italienischen Amaro folgen, bleibt abzuwarten. Das Flaggschiff der Marke, den Amaro Felsina Ramazzotti, erhalten Sie in verschiedenen Flaschengrößen, von der praktischen Portionsflasche mit 3 cl Inhalt über die 0,7 Liter Standardgröße und die Ein-Liter-Flasche bis hin zur "Magnum" mit 1,5 Liter Fassungsvermögen. Die beiden anderen Versionen, den Ramazzotti Menta und Ramazzotti Limone, gibt es bislang nur in der Normalflasche mit 0,7 Liter Inhalt.