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Geldermann

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Sekt von Geldermann – Spritzige Freude nach altbewährter Tradition

Geldermanns Sektkellerei kann unter den deutschen Sektherstellern als etwas ganz Besonderes und Seltenes gelten, da diese im Gegensatz zu den anderen großen Kellereien ihre Wurzeln nicht nur in Frankreich befindlich haben sondern bis heute auch der dortigen Schaumweintradition treu bleiben. Dies wirkt sich von der Herstellung bis zum köstlich prickelnden Geschmack aus.

 

Die Geschichte Geldermanns

Mit der Weinliebe eines Rittergutsbesitzers mit dem klingenden Namen Alwin Freiherr von Amelunxen kann der Anfang der Historie der Geldermann Sektkellerei festgesetzt werden. Dieser hatte nämlich William Deutz und Peter Geldermann beauftragt, nach Frankreich zu fahren und dort Wein für ihn zu kaufen. Land, Leute und deren Savoir vivre hatten die beiden so in ihren Bann gezogen, dass diese nach Beendigung der Aufgabe zurück nach Frankreich kehrten und 1838 in Aÿ die Kellerei Deutz & Geldermann gründeten.

In Aÿ, gelegen in der Champagne, produzierte man nicht nur hervorragenden Schaumwein, sondern man hatte zugleich auch Möglichkeit, von den Besten zu lernen, denn nirgends wird Tradition und Qualität so hoch gehalten wie in dieser kalkhaltigen, ertragreichen Gegend Frankreichs.

Als die Zölle zwischen Deutschland und Frankreich immer teurer und die politischen Beziehungen zueinander immer kritischer und brüchiger wurden, beschloss man bei Deutz & Geldermann, eine Dependance ins Elsass zu verlegen, das damals noch zu Deutschland gehört hatte und mit seinen bis heute berühmten Crémants ebenfalls als wohl angesehene Wein- wie Schaumweingegend galt. Doch auch hier blieb man lediglich für zwei Dekaden, da mit Beendigung des Ersten Weltkriegs auch die Gegend um Elsass-Lothringen französisch geworden war und sich damit die Zollgrenzen verschoben hatten. 1925 siedelte man deshalb ins badische Breisach um, das von da an bis heute mit seinem Schlossberg inklusive dessen beeindruckender Kellergewölbe zur Heimat der Geldermann Sektkellerei geworden war.

In den 40er Jahren kam es mit dem Zweiten Weltkrieg zu erheblichen Einbußen und Schäden, die jedoch dank Jean Lallier, einem Nachkommen des Deutz-Zweiges, alsbald behoben werden konnten, sodass bereits 1947 wieder Schaumwein abgefüllt werden konnte.

Mit dem Übergang der Erbfolge im Jahr 1973 an René James Lallier begann eine neue Ära der Sektkellerei, in welcher nach dem Tode Jean Lalliers die Häuser Deutz in Aÿ und Geldermann in Breisach rechtlich wie wirtschaftlich geteilt wurden.

Seit dem 1. Januar 2003 gehört Geldermann nun zur Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei und verblieb auch jetzt noch den Traditionen und sorgfältigen Verfahren, die für die Herstellung besten Schaumweins nötig sind.

 

Zur Herstellung eines Geldermann Sekts

Bei Philosophie wie Herstellungsverfahren der Geldermann Sektkellerei wird deutlich, dass man sich hier auf die Wurzeln der Champagne besinnt.

Wie in der Schaumweinproduktion üblich, besteht auch Geldermanns Sekt aus einer Cuvée der besten Trauben, die aus verschiedenen Jahrgängen hergestellt wurden. Exzellente Pineau de Loire Trauben (auch als Chenin Blanc bekannt) werden mit elegant-frischen Chardonnay- wie kraftvollen Pinot Noir Trauben in bester Harmonie vereint.

Eines der geschmacklich wichtigsten Merkmale, die Geldermann der Champagnerproduktion zuteilt, ist die Verwendung der Flaschengärung anstelle der sonst üblichen Tankgärung. Die Flaschengärung ist deutlich aufwendiger, garantiert jedoch gleichzeitig einen erkennbaren geschmacklichen Qualitätsvorteil. Bereits hier wird eine erste Dosage aus in Wein gelöstem Kristallzucker vorgenommen, sodass die Hefe in der anschließenden Lagerung den Zucker in Alkohol und Kohlensäure zu verwandeln vermag.

In den 600 Jahre alten und beinah fünf Kilometer langen Kellergewölben des Breisacher Münsterbergs reifen die Flaschen bei einer optimalen Temperatur von 13 Grad für mindestens 24 Monate. In dieser Zeit vereinen sich Sekt und Hefe und auch die charakteristische Kohlensäure breitet sich aus, was unserem Sekt zu dem beliebten Prickeln verhilft.

Der nächste Schritt ist die Rémuage, das sogenannte Rütteln, bei dem an Rüttelpulten die Flaschen mit dem Kopf nach unten angebracht werden und zweimal täglich für zwei bis vier Wochen um eine Achteldrehung gedreht werden. So kann sich der Hefesatz langsam lösen und Richtung Pfropf sammeln. Zu Sicherheit werden übrigens an sämtlichen Flaschen Kreidestriche angebracht, die man auch beim Kauf noch an der ein oder anderen Flasche bemerken kann.

Beim nächsten Schritt, dem Degorgieren, wird der Sekt von der Hefe per Gefrierbad herauskatapultiert. Bevor eine jede Flasche mit Naturkork aus bester iberischer Korkeiche sowie einem klassischen Drahtverschluss und Metallkapsel versehen wird, ist eine weitere Dosage vonnöten, die den Charakter unseres Sekts von süß bis herb bestimmt.

 

Das Sortiment Geldermanns

Gemäß der Philosophie Geldermanns, die stark mit den jahrhundertealten Traditionen der Champagne verknüpft ist, wird bei Geldermann auf Qualität und Altbewährtes besetzt. Ungewöhnliche Kreationen u.Ä. wird man deshalb wenig finden, dafür jedoch ein überschaubares Sortiment an besten Bruts, Rosés und Demi-Sec Schaumweinen, die damals wie heute von bestem Geschmack und prickelndem Genuss zeigen. Diese wollen wir Ihnen nun im Einzelnen kurz vorstellen.

Geldermann Sekt Brut

Das Vorzeigeprodukt des Hauses Geldermann ist deren Sekt Brut, der aus einer wunderbaren Traubenkomposition aus Pineau de Loire, Chardonnay und Pinot Noir besteht. Zwei Jahre edelste Reifung und die Charakteristika dieser Cuvée machen Geldermanns Brut zu einem klassischen und delikaten Schaumwein für die besonderen Momente des Lebens.

Genießen Sie diesen weißen Brut am besten bei einer Trinktemperatur von 5-7 Grad. Möchten Sie ihn zu einem köstlich zubereiteten Essen reichen, empfehlen wir Meeresfrüchte wie Muscheln oder weißen Fisch.

Geldermanns Brut ist bei BottleWorld auch für extragroße Events als Magnumflasche von 1,5 Litern erhältlich sowie als Piccolo von 0,2l für die kleinen jedoch feierlichen Momente.

Geldermann Sekt Rosé

Eine ansprechend altrosafarbene Couleur schimmert uns beim prickelnden Rosé der Geldermann Sektkellerei entgegen. Hier vereint sich eine Cuvée aus Pineau de Loire und Chardonnay mit Kaiserstühler Rotwein. Zwei Jahre Lagerung in den Tiefen des badischen Kellergewölbes, eine sorgfältige Rémuage und eine herbe Dosage machen diesen Rosé zu einem ganz besonderen Sekt. Herrlich schäumend und mit einer fruchtigen Grundnote versehen, sollten Sie Geldermanns Rosé bei einer Trinktemperatur zwischen 6 und 8 Grad genießen.

Vom puren Genuss bis zum Einsatz in eleganten Mixgetränken eignet er sich hervorragend. Und auch als Allround-Begleiter macht er sich von Vorspeise bis Dessert, von frischem Ziegenkäse über saftige Ente bis zu einem Becher frischer Beeren, perfekt.

Geldermann À la Carte

Geldermanns Carte Blanche gilt als Klassiker des Hauses, dessen Geschmack vor allem durch seine zweijährige Reifung sowie Pineau de Loire-Trauben ausgemacht wird. Charaktervoll und edel tritt der Carte Blanche auf und verfeinert festliche Anlässe wie delikate Menus.

Geldermanns Carte Noire ist die Demi Sec-Abfüllung des Hauses Geldermann, die im Vergleich zum herben Brut mit einer deutlich höheren Dosage versehen wird und somit zu den halbtrockenen Sekts gehört. Samtig, abgerundet und schmackhaft wird er von milderem Käse bis zu Biskuit-Kuchen als ideale Begleitung dienen. À votre santé!