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Highlands

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Highland Whiskys

 

Scotch Whisky gehört zu Schottland wie das Bier zu Bayern. Kaum eine Region ist so bekannt für seine Brennereien wie der nördliche Teil der britischen Insel. Heute existieren zwischen 90 und 100 aktive Brennereien in Schottland, deren Zahl zuweilen stark schwankt, da des Öfteren Brennereien geschlossen, niedergerissen und auch wieder aufgebaut werden. Aufgrund seines unterschiedlichen Geschmacks und seiner divergierenden Gebiete werden Whiskys aus Schottland meist in die großen Whisky-Regionen Highlands, Lowlands, Islands und die zwei Gebiete Islay und Speyside eingeteilt. Speyside, regional eigentlich zu den südöstlichen Highlands gehörend, beherbergt auf einer relativ knappen Fläche fast die Hälfte aller Scotch Whisky Brennereien. Die Highlands als flächenmäßig größtes Gebiet folgen mit circa 25 aktiven Brennereien. Bottleworld möchten Ihnen hier nun einen knappen Überblick über die historische Entwicklung, die Produktion und das spannende Sortiment der Whiskys aus den schottischen Highlands bieten:

 

Die berühmtesten Whisky-Brennereien der Highlands

Schottische Highland Whiskys bieten, um es zusammenfassend zu sagen, eine reiche, warme und abgerundete Auswahl aromatischer Whiskys. Die Highlands können als Mutterland des Single Malt bezeichnet werden, da ihr Getreideanteil, bis auf eine einzige Grain-Brennerei, vollständig auf gemälzter Gerste beruht. Scotch Whiskys sind meist eher von kräftigerem Geschmack mit wenig bis viel Torfanteil. Aus Schottland stammen teilweise die bekanntesten Whiskys weltweit, wie der Glenmorangie, der Oban oder der Old Pulteney.

Da die Bandbreite an Scotch Whiskys doch recht unterschiedlich und weitläufig ist und auch die Regionen in denen die Brennereien liegen deutliche Unterschiede aufweisen, ist man dazu übergegangen, Highland Whiskys in die Regionen Northern, Eastern, Southern, Western und Central Highlands aufzuteilen. Hier ein kurzer Überblick der bekanntesten Whisky-Brennereien der Regionen:

Northern Highland Whiskys

Brennereien wie Städte liegen in den Northern Highlands beinah ausschließlich an den Küsten. So ist es nicht verwunderlich, dass ihre Single Malts tendenziell von einer leichten Salznote begleitet werden. Ihre Aromen sind zumeist wunderbar komplex, ihr Körper leicht und doch kräftig und mit nur etwas Rauch durchsetzt. Die nördlichste Brennerei des schottischen Kernlands ist die Brennerei von Pulteney. Bekannt sind zudem vor allem Dalmore, Royal Brackla, Clynelish und Balblair. Auch der wohl bekannteste schottische Whisky stammt aus dieser nördlichen Region: Glenmorangie, der in Tain am Cromarty-Meeresarm gebrannt wird.

Eastern Highland Whiskys

Whisky aus den Eastern Highlands wird geschmacklich eine Nähe zu den Whiskys der nahegelegenen Speyside Region zugesagt. Vor allem in unmittelbarer Nähe zur Grenze Speysides werden die Whiskys milder jedoch auch rauchiger und zeichnen sich durch eine süße Malzigkeit aus. Bekanntere Whiskys sind hier der Macallan, Glen Garioch und der Ardmore.

Central Highland Whiskys

Das mittlere Hochland zeichnet sich durch fruchtbare Wiesen und saftiges Heidekraut aus. Dies macht sich unmittelbar im Gout der Whiskys bemerkbar, die zwar von recht unterschiedlichem Körper sind, sich jedoch alle auch durch eine Note aus Heidekraut und Honig auszeichnen. Von ihrer Süße changieren sie zwischen den Eastern Highlands und Speyside. Bekannte Destillerien sind hier vor allem Dalwhinnie und Edradour.

Southern Highland Whiskys

Je weiter südlich man kommt, desto weniger torfig präsentieren sich die Single Malts im Geschmack. Hier finden Sie vollen, reichhaltigen Gusto und Aromen, die in fruchtig-süße Richtungen tendieren. Einer der bekanntesten Whiskys der Region ist der Glengoyne, der leicht süß sowie torffrei ist. Sie erhalten Glengoyne bei Bottleworld auch in der Cask Strength Abfüllung.

Whisky aus den Western Highlands

Die westlichen Highlands liegen eingebettet zwischen dem Atlantik und den dortigen Hebrideninseln im Westen sowie den Lowlands im Süden. Aufgrund der eher ungünstigen Bedingungen (hoher Niederschlag, wenig fruchtbare Böden, Mangel an Kohle und Torf usw.) gab es hier seit jeher wenige Destillerien. Doch diejenigen, die es trotz der schlechten Bedingungen gewagt haben, erhielten ihren Lohn: Oban und Ben Nevis zählen mit ihren maritimen, leicht torfigen Noten zu den bekanntesten Whiskys des Landes.

 

Zur Geschichte des Scotch Whiskys

Begriffsgeschichtlich stammt das heutige Wort Whisky aus dem schottisch-gälischen und meint mit seinem uisge beatha soviel wie aqua vitae, Wasser des Lebens. In der Tat vermag ein Wasser, das mit solch würzigen Aromen wie ein schottischer Whisky (den nicht unbeträchtlichen Alkoholgehalt nicht zu vergessen) ausgestattet ist, einer erschöpften Person wieder Leben einzuhauchen.

Die Wurzeln des aqua vitae gehen dabei ins frühe Mittelalter zurück, als sich christliche Missionare wie Saint Patrick in die Gefilde Großbritanniens vorwagten um ihre Botschaft zu verkünden. Neben den Lehren der Bibel übermittelten sie dabei allerlei praktische Kenntnisse, wie das Wissen um die Herstellung von Toniken und Duftwässerchen, sowie modernste technische Maschinen, die die Grundlage für das Destillieren von Alkohol einleiteten. Man geht davon aus, dass es die Kelten waren, die das erste Mal den Versuch unternahmen eine whiskyähnliche Flüssigkeit zu destillieren. Dabei waren sie so erfolgreich, dass in den nachfolgenden Jahrhunderten so gut wie jede Sippe ihr eigenes Destillat brannte. Die erste urkundliche Erwähnung ist dabei relativ spät datiert. 1494 wurde festgehalten, dass ein schottischer Benediktiner-Mönch mit Namen John Cor auf Anweisung des Königs hin Malz kaufte um das populäre aqua vitae herzustellen.

Bereits mit der Besiedlung Amerikas wollte man auch in der Neuen Welt nicht auf sein Lebenswasser verzichten. Gerste, bis heute Hauptbestandteil schottischer Highland Whiskys, gedieh jedoch weniger gut als Roggen und Weizen. Da auch Torf nicht in den gewohnten Mengen vorhanden war, versuchte man auf anderem Weg ein rauchiges Aroma zu erhalten, beispielsweise mittels der Auskohlung der Fässer.

Whisky war stets Bestandteil schottischer Geselligkeit und ebenso Teil des Handels. So ist es nicht verwunderlich, dass im Laufe der Zeit die Regierungen mittels hoher Steuern einen Teil des Gewinns für sich beanspruchen wollten. Im 17. Jahrhundert folgten deshalb Erlasse, dass ohne staatliche Lizenzen keine Brenngenehmigung verliehen werden würde. Teils äußerst blutige Auseinandersetzungen zwischen Steuereintreibern und Schmugglern waren die Folge. Erst mit dem Act of Excise aus dem Jahr 1823 war eine faire Gesetzgebung gegeben, die es lohnte, Whisky auf legale Weise zu brennen und zu verkaufen.

Mit der Industrialisierung folgten auch Neuerungen und Verbesserungen in der Whisky Produktion. In jener Zeit wurden das Coffey-Still- und das Pot-Still-Verfahren erfunden. Nach letzterem werden bis heute noch die meisten schottischen Whiskys produziert. Der erste Blended Whisky wurde 1856 gebrannt, der auch jetzt noch einen Großteil des Whisky-Absatzmarktes darstellt.

 

Zur Herstellung schottischen Whiskys

Anders als beispielsweise Whisky aus den Vereinigten Staaten, werden schottische Whiskys so gut wie ausschließlich aus Gerste gewonnen, daher der Name Single Malt. Die drei größten Einflussfaktoren für die diversen Geschmacksaromen eines guten Scotch Whisky stellen die Rohstoffe, das Herstellungsverfahren und natürlich die Reifung in ausgewählten Fässern dar.

Die Rohstoffe für einen Whisky sind Wasser, Getreide und Hefe. Bereits das Wasser ist entscheidend für die geschmackliche Vielfältigkeit eines Whiskys, weshalb so gut wie jede Brennerei Wasser aus eigener, meist nahegelegener Quelle bezieht. Dabei spielen solche Faktoren wie der Torf- und Mineraliengehalt, die Härte des Quellwassers sowie die diversen Mikororganismen eine Rolle, die einen nicht geringen Einfluss auf die Qualität des Wassers nehmen.

Entscheidendes Merkmal schottischer Highland Whiskys ist die Verwendung von gemälzter Gerste anstelle von Mais, Roggen oder ungemälzter Gerste. Für den bekannten, rauchigen Geschmack, der Scotch Whisky zu solcher Berühmtheit verhalf, ist überwiegend das Darren (Erhitzen und Trocknen) des Malzes über Torffeuer verantwortlich. In der Regel folgen darauf eine zweifache Destillation nach Pot-Still-Verfahren und eine anschließende, mindestens dreijährige Reifung in Eichenholzfässern. Bereits je nach Fass kann der Whisky deutliche geschmackliche Unterschiede aufweisen. Üblicherweise reifen Whiskys aus den Vereinigten Staaten in Fässern aus amerikanischer Weißeiche, wohingegen in Europa europäische Eiche verwendet wird. Beliebt für dunkle, komplexere Whiskys sind vor allem ehemalige Sherry- und Portwein-Fässer aus Spanien und Portugal, deren Aroma deutliche, köstliche Spuren im Whisky hinterlässt. Gerade die Fassreifung kann bis zu 80 Prozent des Geschmacks ausmachen und ist daher von großer Bedeutung.