Tel.:+49-89-360-3588-0 in der Zeit von Mo - Fr von 08.00 - 16.00 Uhr

Herzlich willkommen

Highland Park

16 Artikel

pro Seite

16 Artikel

pro Seite

Higland Park Whisky – Die nördlichste Brennerei Schottlands

Die traditionsreiche Destillerie des Highland Park Whiskys ist auf den Orkney Inseln, im nördlichsten Eck Schottlands gelegen. Insofern mag der Name der Brennerei ein wenig in die Irre führe, denn Orkney und Highland Park ordnen sich, was die Whisky-Gegend betrifft, den Islands-Whiskys zu. "Islands" zieht sich als Malt-Region vor allem von den westlichen Hebriden (immer eine Ausnahme: Islay, die als eigenes Gebiet gezählt wird) bis zu den nördlichen Inseln Schottlands. Und Highland Park? Thront auf Orkney als nördlichste Whiskybrennerei von ganz Schottland.

 

Geschichtliches zu Highland Park

Die Historie der Destillerie Highland Park lässt sich bis ins Jahr 1798 zurückverfolgen, als Magnus Eunson sich als Schwarzbrenner und Schmuggler verdingte. Dieses Datum ist auf jedem Flaschenetikett der Highland Malts verzeichnet, wenn auch das heutige Gebäude der Destillerie von Robert Borwick im Jahr 1825 erbaut worden war. Er und seine Familie hielten den Besitz bis ins Jahr 1869. Von da an folgten unruhigere Jahre, in welchen es zu mehreren Besitzerwechseln kam. Eine gewisse Konstante kehrte erst wieder 1890 ein, als James Grant die Brennerei übernahm und damit solchen Erfolg hatte, dass er von zwei auf vier Brennblasen aufstockte. Von Beendigung des Ersten Weltkriegs bis zum Beginn des Zweiten war die Produktion eingestellt worden. Und heute zählt Highland Park zu den beliebtesten Destillerien der Region Isles.

 

Ein Wort zur Herstellung

In heutiger Zeit gehört Highland Park der Edrington Group an und ist dabei sehr bedacht darauf, seine Ursprünge zu ehren. Nicht nur das beinah 200 Jahre alte Gebäude wird hoch gehalten, auch die Herstellung selbst rühmt sich, einzelne Produktionsschritte nicht dann zu erneuern, wenn es finanzielle Vorteile bringt, sondern tatsächlich erst dann, wenn es zu einem Plus im Geschmack verhilft.

Bemerkenswert und eine Besichtigung wert (die Highland Park Destillerie ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Orkney Inseln), ist die nördlichste Malt Brennerei Schottlands vor allem für eines bekannt: sie zählen zu einer der nur wenigen Destillerien, die bis heute die Gerste selbst mälzt. Dies geschieht wie zu Anfangszeiten per mühsamer Handarbeit.

Wichtig und geschmackgebend ist dabei auch das Einsetzen von Torffeuern, die Scotch Whiskys bekanntermaßen ein rauchig-herbes Aroma verleihen. Das Torf, welches in reicher Vielzahl in Schottland vorkommt, wird beim Highland Park Whisky vom "Hobbister Moor" bezogen, das geschmacklich von saftigeren Heidekrautnoten bis zu tiefen, dichteren Tönen reicht, die von den 4000 Jahre alten Schichten herrühren.

Was manche nicht wissen: nur wenige Destillerien besitzen eigene Lagerplätze, die sich in unmittelbarer Nähe zum Destillationsort befinden. Vor allem auf den Inseln ging man gerne dazu über, die Fässer auf dem Festland der Reifung zu unterziehen. Bei Highland Park verzichtete man jedoch darauf und folgte auch hier den Vorfahren, die jeden Schritt, vom Mälzen bis zur Abfüllung selbst unternahmen. Highland Park Fässer atmen also tatsächlich die maritime Luft Orkneys und dürfen sich rühmen, ein echtes Isles-Produkt zu sein. Umso besser, da Orkney mit einem ganz besonderen Klima gesegnet ist, dass weder zu kalt noch zu warm ist und somit gleichbleibend milde Temperaturen gewährleistet.

Ein Wort noch zu den Fässern: die Mehrheit der schottischen Whisky-Destillerien verwenden für die so wichtige Reifung ehemalige Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche. Doch auch hier tanzt Highland Park aus der Reihe und verwendet Fässer, die ehemals Oloroso-Sherry-Fässer beinhaltet hatten. Sherry-Fässer sind deutlich teurer, geben jedoch ein würzig-komplexes Aroma, einen tiefgründigen Charakter und Noten von getrockneten Früchten, die den Aufwand durchaus wert sind. Auch die schimmernde Couleur beziehen Whiskys aus der Fassreifung in ehemaligen Sherry-Fässern.

Eine der letzten Herstellungsschritte des Highland Park Whiskys ist die "Harmonisation", die bedingt, dass der Scotch nicht von Fass zu Fass unterschiedlich schmeckt, sondern dass wir stets die Garantie haben, ein gleichbleibend hochwertiges, harmonisches und wohlschmeckendes Destillat zu erhalten.

 

Das Sortiment des Highland Parks

Wie jede Whisky Destillerie, so besitzt auch Highland Park klassische Abfüllungen von unterschiedlich langer Reifung. Diese beginnen bei 12 Jahren und reichen bis zu einer Fasslagerung von unglaublichen 50 Jahren.

Highland Park zeichnet sich zudem durch ganz besondere Special Editions und spannende Sonderabfüllungen aus, die sich von der Thematik rund um germanische Sagen, das wilde Wikingertum sowie die Geschichte Orkneys und der Orkneyinga Legende inspirieren lassen. Von ihrem Highland Park Sigurd Malt, der auf Jarl Sigurd Bezug nimmt, bis zur Leif Eriksson Version, treten alle Scotchs der Destillerie mit harmonischen Anklängen an Heidekraut, deutlichen Torfnoten, maritim salziger Luft und süßen Honigtönen auf.