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Likör

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Likör/ Liqueur

Der Likör gehört ganz eindeutig zu den beliebtesten Spirituosen überhaupt. Etwa ein Drittel des jährlichen Gesamtkonsums von Alkohol macht der Genuss von Likör aus. Der Grund dafür ist sicherlich seine nahezu unerschöpfliche Geschmacksvielfalt. Besonders beliebt sind in Deutschland die sogenannten Bitter oder Halbbitter, auch wenn es die Fruchtliköre sind, ohne die eine Cocktailkarte, so wie wir sie aus jeder Bar kennen, nicht vorstellbar wäre.

Außerdem gibt es noch die Cassisliköre, die sich durch einen besonders hohen Zuckergehalt und deshalb durch ihre Dickflüssigkeit auszeichnen. Das sind vor allem Liköre aus Schwarzen Johannisbeeren oder Kirschen. Der Marktführer in Frankreich ist z.B. der Cassissee Creme De Cassis, der eine unverzichtbare Zutat für den legendären Kir Royal ist.

Aber auch die Sahneliköre oder Creamliqueurs sind nicht zu vergessen. Beliebte Geschmacksrichtungen dieser Gruppe sind Karamell, Schokolade und Kaffee. Baileys Original Irish Cream, Batida de Coco oder Kahlua Coffee Liqueursind bekannte Vertreter dieser Likörgruppe.

Doch die beliebteste Likörart sind die Bitter bzw. Halbbitter. Hier kennt man vor allem die Namen Fernet Branca, Ramazzotti Amaro und Averna Amaro. Diesen Likören sagt man noch immer eine gewisse „heilende Wirkung“ nach. Doch das ist auch nicht verwunderlich, denn sie kommen den ursprünglichen Likören, wie sie von Mönchen und Apothekern aus Heilkräutern, Wurzeln und anderen Naturrohstoffen hergestellt wurden, am nächsten. Bitter und Halbbitter Liköre trinkt man vor allem als Digestif um nach einem reichhaltigen Essen die Verdauung anzuregen.

Grundsätzlich bezeichnet man als Liqueur einen süßen Alkohol, der durch das Einlegen von Pflanzensubstraten oder durch deren Destillation aromatisiert wird. In der Regel liegt der Alkoholgehalt zwischen 15% (z.B. bei Aperol) und 55% Vol. Der Vorgeschriebene Mindestgehalt an Zucker hängt von der Art des Likörs ab und beträgt 100g auf 1 Liter – bei Creme Liqueuren sind es 250g und bei Cassis Likören aus Schwarzen Johannisbeeren sogar 400g.

Zur Herstellung von Likör gibt es zwei wesentliche Verfahren. Bei dem einen werden die aromagebenden Rohstoffe solange in Alkohol eingelegt bis ihr Geschmack und Aroma in den Alkohol übergegangen ist. Bei dem anderen Verfahren destilliert man die Rohstoffe mit dem Alkohol und verarbeitet sie weiter. Dann folg die Zugabe von Zucker. Die meisten Hersteller haben hier ihre individuelle Vorgehensweise.

Wie oben schon erwähnt gehören Fruchtliköre aufgrund ihrer großen Geschmacksvielfalt und ihres angenehmen fruchtig-süßen Geschmacks zu den wichtigsten Likören für das Mixen von Cocktails. Es gibt vor allem zwei Hersteller, die sich mit dem Aufbau eines breiten Spektrums an Geschmacksrichtungen einen Namen gemacht haben. Es sind die Marken Bols und De Kuyper. Nicht zufällig handelt es sich hierbei um zwei niederländische Traditionshäuser. Weil in vielen anderen Ländern das Destillationsrecht bis ins 17. Jahrhundert nur Klöstern und Apothekern vorbehalten war, konnten die Niederlande recht schnell eine florierende Alkoholproduktion aufbauen. Positiv wirkte sich natürliche auch die Tatsache aus, dass die Holländer damals die bedeutendste Seefahrernation waren und ihr Land deshalb mit verschiedensten Rohstoffen beliefern konnten.

Leider sind Liqueure in den letzen Jahren immer mehr nur zu einer Zutat degradiert worden. Angesichts des sehr aufwendigen Herstellungsverfahrens und der absolut erstklassigen Rohstoffe, die für die Herstellung eines Likörs verwendet werden dürfen, sollte er auch öfter einmal pur oder auch auf Eis genossen werden, damit er seine ursprünglichen Charakter zeigen kann.