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Navy Strength Gin

Eine ganz besondere Sorte unter den Gins ist zweifelsohne der Navy Strength. Und das mag schon etwas heißen, entstanden der London Dry und der Old Tom im 18./19. Jahrhundert doch sozusagen aus der Gin Krise heraus, um das massenhafte Sterben und die hohen Zahlen an Abhängigkeiten zu umgehen. Und der Navy Strength nun? Dieser geht tatsächlich auf die britische Royal Navy zurück und zwar auf eine Zeit, als die Dinge noch etwas anders liefen als heute.

Die Ursprünge des Navy Strength Gins

Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte die britische Marine einen Höhepunkt wie nie zuvor und die Kapitäne segelten um die Welt um Ost, West und Süd einzunehmen. In dieser Zeit stets mit im Gepäck? Das „In-Getränk“ der damaligen Zeit! Gin war damals nicht nur im Volk sehr beliebt, sondern auch im Militär und deshalb war sogar ein Erlass ergangen, dass auf jedem Schiff eine Ration Gin für jeden mitgeführt werden musste.

Und wenn man sagt, Gin sei damals das „In-Getränk“ gewesen, ist dies eigentlich noch untertrieben, denn schließlich nutzte man die Wacholderspirituose nicht nur als schlichten Feierabenddrink. Hier erfand ein Doktor den berühmten Cocktail Gimlet, um zu versichern, dass die Matrosen mit Lime Juice auch ihre Ration Vitamin C zu sich nahmen, um Skorbut vorzubeugen. Ganz zu schweigen vom Tonikum, das man kurzerhand mit Gin mixte, damit auch jeder gegen Malaria geschützt war. Bis heute ist im Tonic Water (wenn auch in deutlich geringerer Menge) Chinin enthalten, das man damals als geeignetes Malaria Gegenmittel kannte. Und sozusagen nebenbei erfand man damit einen der beliebtesten Drinks aller Zeiten namens Gin Tonic.

Meist wurde der Gin unter Deck gelagert, wo sich auch das Schießpulver befand und irgendwann hegte man doch die Befürchtung, dass aus Versehen der Gin verschüttet wurde und das Schießpulver damit unbrauchbar gemacht wurde. Die einzig richtige Lösung, die man damals sah: den Gin „Gunpowder Proof“ zu machen. Und dies ist gegeben, wenn der Gin einen Alkoholgehalt von mindestens 57% Vol. Alc. aufweist, also 114 Proof.

Wie schmeckt ein Navy Strength Gin und wie trinke ich ihn?

Bis heute besitzen Navy Strength Gins einen Mindestalkoholgehalt von 57% und damit eine kräftige Basis, die ihn für charakterstarke Cocktails geradezu prädestiniert. Verkosten Sie doch einmal einen G & T oder Gimlet der damaligen Zeit. Hier werden Tonic, Lime Juice und Co. garantiert nicht die erste Geige spielen.

Gleichzeitig brauchen Sie jedoch keine Angst zu haben, dass Navy Strength Gins sich zu sehr in den Vordergrund stellen. Qualitativ hochwertige Gins werden dies nicht tun, sondern lediglich einen gewissen Eigencharakter mitbringen.

Die beliebtesten Navy Strength Gins

Viele renommierte Brennereien nahmen mittlerweile einen Navy Strength Gin mit in ihr Sortiment auf wie beispielsweise Hayman’s Royal Dock mit seiner charakteristischen Wacholdernote sowie einem Hauch Zitrus. Auch von Plymouth gibt es eine spannende Navy Abfüllung, die mit nur einem Hauch Süße und einer angenehmen Frische daher kommt. Cornelius Ampleforth’s zog mit und auch die schwedische Hernö Destillerie bietet einen Gin in Navy Stärke an. Ebenso wie Sipsmith, Gin Fleur und natürlich Edinburgh mit dem Cannonball Gin.