Glen Elgin

Glen Elgin


Glen Elgin ist selbst für Whisky Liebhaber oft noch ein echter „Geheimtipp“: Die kleine, aber feine Destillerie erhielt ihren Namen nach dem nur fünf Kilometer nördlich gelegenen Verwaltungszentrum von Moray, der Kleinstadt Elgin unweit der Südküste des Moray Firth. Damit befindet sich die Brennerei inmitten der berühmten Speyside und liegt zwischen der A 941 und dem Millbuies Loch, von dessen Quellen, den Millbuies Springs, auch das Wasser für die Destillerie bezogen wird. Dieses Wasser gilt als ausgesprochen weich und trägt viel zum angenehmen Stil der Whiskys von Glen Elgin bei.


Gegründet wurde Glen Elgin 1898 von William Simpson und James Carle, als die Speyside bereits als berühmteste Whisky Region Schottlands bekannt war. Erbaut wurde die Brennerei von dem bekannten Architekten Charles Doig aus dem nahen Elgin. Es war dies die große Zeit der Destillerie-Neubauten, die in der Speyside allenthalben errichtet wurden. Doig war jedoch weitsichtig genug, um das Ende dieses Booms zu erkennen: Er sagte voraus, dass Glen Elgin wohl die letzte Neueröffnung einer Speyside-Destillerie für die nächsten 50 Jahre sein würde. - Und diese Voraussage sollte sich mehr als bewahrheiten: Der mächtig expandierende Whisky Markt brach fast unmittelbar danach zusammen und die nächste neue Destillerie, Tormore, wurde erst glatte 60 Jahre später eröffnet!


Der ehemalige Glenfarclas-Manager Simpson und sein Kompagnon hatten allerdings wohl trotz einiger Erfahrung im Whisky Geschäft die finanziellen Aufwendungen kräftig unterschätzt, denn bereits 1900 waren sie gezwungen, die gerade eben erst anlaufende Brennerei zu verkaufen. Die folgenden Besitzer agierten mit mehr oder weniger Glück und mussten gar Stilllegungen hinnehmen, bis die Brennerei 1930 an die Scottish Malt Distillers (SMD) überging, welche die Markenrechte an die White Horse Distillers Ltd. Vergaben. Seither trägt jede Flasche Glen Elgin das White Horse-Emblem, und der Whisky des Hauses ist nach wie vor der Lead Whisky im White Horse Blended Scotch Whisky. 1987 landete Glen Elgin bei den United Distillers UD, die 2002 im britischen Spirituosen-Primus Diageo aufgingen. Diageo nahm den aus unerfindlichen Gründen bislang wenig bekannten Glen Elgin in seine Classic Malts Collection aufnahm.


Die neuen Besitzer investierten große Summen in die renovierungsbedürftigen Gebäude und Einrichtungen von Glen Elgin, was mit einer Schließung der Destillerie zwischen 1992 und 1995 verbunden war. Gleichzeitig wurde die Produktionskapazität ausgebaut, weswegen Glen Elgin heute in drei Wash Stills und drei Spirit Stills einen jährlichen Ausstoß von ungefähr 1,8 Millionen Litern reinen Alkohols erreicht, die zum größten Teil in den genannten White Horse Blend gehen, während der Rest als Single Malt Whisky vermarktet wird. Als Bestandteil von White Horse wird Glen Elgin in mehr als 200 Länder der Welt exportiert.


Trotz der umfangreichen Renovierungen hat sich Glen Elgin seinen traditionellen Charme bewahrt und gilt bis heute als sehr konservative Brennerei: Hier haben Computer noch nicht Einzug in den Produktionsprozess gehalten, man vertraut vielmehr auf das Können und die Erfahrung des Master Distillers und die überkommenen Methoden, die von Handarbeit und viel Geduld geprägt sind. Der einzige Nachteil dieser traditionellen Ausrichtung ist die Tatsache, dass Glen Elgin für Touristen und Besucher nicht geöffnet ist.


Glen Elgin-Whisky zählt zu den typischen Vertretern der Whiskys aus der Speyside und zeichnet sich daher durch einen sehr fruchtigen Stil mit deutlichen floralen Akzenten aus, der dem Gaumen einen schön ausgewogenen und sanft-würzigen Genuss verspricht, der von malzigen Elementen umrahmt wird.


Standard-Whisky des Hauses ist der Glen Elgin 12 yrs., der mit 43 % Alkoholgehalt abgefüllt wird. Er präsentiert sich in einer leuchtenden Bernsteinfarbe und verführt die Nase unmittelbar mit einem von blumigen und fruchtigen Nuancen geprägten Bouquet. Am Gaumen treffen sich malzige Noten und Spuren von Toffee mit einem Hauch fruchtiger Mandarinen, die auch den langen und angenehm trockenen Abgang definieren.


Außerdem gibt es immer wieder auf sehr streng limitierte Sonderabfüllungen, wie etwa den Glen Elgin 16 yo., der 2009 mit einer Fassstärke von 58,5 % abgefüllt wurde, oder den 2008 abgefüllten phantastischen Glen Elgin 32 yo., der 1976 destilliert wurde, der mit feinen Noten von polierten Edelhölzern, einem Touche von Kaffee und einem Hauch von Torf glänzt. Elegante Zitrusnoten und ein perfekt ausbalancierter Körper mit fruchtigen Akzenten und einer Erinnerung an Süßholz machen ihn zum besten Whisky von Glen Elgin, der ganz vorne in der Riege hervorragender Speyside-Malts mitspielen kann!

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  1. Glen Elgin 12 yrs.

    Glen Elgin Whisky 12 Jahre

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    Whisky von Glen Elgin in 0,7l Flasche mit 43 %Vol. Alc. mit Farbstoff more information

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