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Single Malt Whisky

Whiskies gibt es viele und auch viele Begriffe, aber wenige Worte scheinen so ehrfurchtgebietend und beeindruckend wie der Single Malt Whisky oder manchmal auch der Single Malt Scotch Whisky. Dabei muss guter Single Malt gar nicht aus Schottland kommen. Es gibt hervorragenden Single Malt Whisky aus Japan oder auch aus Deutschland. Allerdings ist Single Malt Whisky für die Schotten eine Art Heimspiel.

Seit im Jahr 1823 der Act of Excise in Kraft trat, wurde es für viele Schotten erschwinglich, eine legale Whiskybrennerei zu besitzen. Bereits vorher wurde viel Whisky schwarz gebrannt, doch nun konnte das Gold Schottlands legal gebrannt und gehandelt werden. In den folgenden Jahren entstanden sehr viele Destillerien – einige davon halten sich bis heute und erschufen mit der 200-jährigen Geschichte eine große Tradition, die Whiskyherstellern aus anderen Ländern fehlt.

Um aber wirklich zu verstehen, was ein Single Malt Whisky ist, ist es auch notwendig den Gegenbegriff des Blended Whiskys zu verstehen, denn nur als paar ergeben beide einen Sinn. Single Malt Whisky ist Malzwhisky, genauer gesagt aus Gerstenmalz. Das Wort Single steht für die Herkunft aus nur einer einzelnen Destillerie. Ein Blended Whisky, wie beispielsweise der Famous Grouse, ist ein Whisky, der aus Single Malt Whiskys verschiedener Brennereien komponiert, cuviert oder wie der Fachmann sagt: geblendet wurde.

Blended Whisky vermengt die verschiedenen Whiskys, um so ihre Stärken zu bündeln und hervorzuheben und aber auf der anderen Seite die Schwächen zu überdecken oder gar ganz verschwinden zu lassen. Zwei hochwertige Whiskys von einem Master Blender geblendet, ergeben vollkommen neue Geschmacksdimensionen, die keiner der beiden Whiskys alleine erreichen könnte.

In der Zeit der Prohibition in den USA wurde sehr viel kanadischer und schottischer Whisky illegal ins Land gebracht. Da der Trinkfreudige nicht viel Auswahl hatte, sank auch die Qualität des Whiskys und viel schlechter Whisky wurde gebrannt. Um die Schärfe dieser „Whiskys“ abzumildern wurde der Whisky geblendet und dadurch halbwegs trinkbar. Seitdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass das Blending dazu dient Whisky niederer Qualität zu verschleiern. Das dieses Gerücht unhaltbar ist, beweisen die schottischen Master Blender jeden Tag und kreieren wahre Meisterwerke der seltenen Kunst des Blendings, wie beispielsweise den Chivas Regal 25 Jahre.

Single Malt hingegen ist Whisky nur einer einzelnen Destillerie. Hier werden die Whiskys nur intern geblendet, um besondere Verfärbungen durch einzelne Fässer zu neutralisieren und die gleichbleibende Qualität des Whiskys zu gewährleisten. Beim Single Malt Whisky bleibt also der Hauscharakter deutlich erhalten und die Destillerie kann mit ihren Stärken und Schwächen und ihrer Tradition erlebt werden.

Lagavulin

Die Single Malt Whisky-Tradition von Lagavulin geht weiter zurück als der Act of Excise von 1823. So ist belegt, dass bereits 1742 am Standort der heutigen Lagavulin Destillerie Whisky gebrannt wurde, seit 1816 sogar mit Lizenz. Der Lagavulin Whisky ist dabei ein typischer Vertreter der Islay Region, die für gehaltvolle, torfige Single Malt Whiskys steht. Über die Zeit ist der Lagavulin 16 Jahre ist ein ikonischer Vertreter seiner Art geworden.

Glenfiddich

Die Glenfiddich Destillerie wurde 1886 von William Grant gegründet und befindet sich auch heute noch im Besitz seiner Nachfahren. Damit ist Glenfiddich die einzige Traditionsbrennerei in Schottland, die noch heute von der Gründerfamilie geführt wird. Glenfiddich Whisky ist einer der erfolgreichsten Single Malt Whiskyhersteller der Welt und ist mit seinen dreieckigen Flaschen in vielen Ländern bekannt und begehrt. Der im Vergleich zu Islay Malts milde Geschmack ist sehr typisch für die Speysideregion und lässt den Glenfiddich 12 Jahre zu einem guten Einsteigerwhisky werden.

Oban

Der Single Malt Whisky von Oban ist von uralter Tradition. Bereits 1794 wurde die Destillerie in den schottischen Highlands gegründet und prägt seitdem die Whiskylandschaft auf einzigartige Art und Weise. Der bekannteste Single Malt Scotch von Oban ist der Oban 14 Jahre mit seinem fruchtigen Aroma, aber auch die jährlichen Oban Distillers Editions sind ein Tasting wert.

Glenmorangie

Ein weiterer guter Highland Malt stammt von Glenmorangie, die 1943 und somit im Nachgang des Act of Excise gegründet wurde. Eine Besonderheit der Glenmorangie Destillerie in Tain sind die 16 Men of Tain, die 16 Männer der Destillerie, die 16 Menschen, die die Destillerie am Laufen halten. Seit der Gründung der Destillerie sind es immer genau 16 Men of Tain. Natürlich sind es nicht immer nur Männer, auch Frauen haben sich in diesem Whisky verewigt und auch können die 16 Men of Tain heute nicht mehr das ganze Unternehmen alleine stemmen. Aber es sind dennoch 16 Destillateure und so ist dem Mythos auch in der heutigen Zeit noch gerecht geworden. Der Glenmorangie Whisky zeichnet sich unter anderem durch seine hohe Bereitschaft zu Experimenten aus, die gerne auch ein großer Erfolg werden. So sind der Glenmorangie Lasanta, Glenmorangie Nectar d’or und Glenmorangie Quinta Ruban ursprünglich Experimente mit verschiedenen Fassarten gewesen und heute nicht mehr wegzudenken.

Auchentoshan

Der Auchentoshan Single Malt Whisky ist ein typischer Vertreter der schottischen Lowlands. Lowlands Whiskys zeichnen sich durch ihre sehr geringe Torfung aus und sind somit sehr mild. Auch werden die Lowlandwhiskys traditionell dreifach destilliert, was eine weitere Verfeinerung bedeutet und mehr Fuselstoffe, aber auch mehr Geschmacksstoffe herausfiltert. Traditionell sind Lowlands Single Malts durch ihre milde Natur die Grundlage für verschiedene Blended Whiskys. Mit der steigenden Beliebtheit der Highlands und Speyside Whiskys ändert sich das langsam und die Zahl der Destillerien in den Lowlands geht deutlich zurück. Auchentoshan ist eine der letzten Destillerien in dieser Whisky Region und produziert in klassischer Art sehr milde Single Malts wie beispielsweise den Auchentoshan 12 Jahre.

Nikka

Nikka ist kein schottischer Whisky, sondern stammt aus Japan. Gegründet wurde die Destillerie von Masataka Taketsuru, der die Kunst der Whiskyherstellung in Schottland lernte und mit nach Japan brachte. Schottische Tradition und japanischer Perfektionismus ergeben zusammen Nikka Whisky, einen der international höchstgelobten Whiskys. Besondere Beachtung verdient hier die Nikka Pure Malt Serie, wie beispielsweise der Nikka Pure Malt Red, aber auch die schwer erhältlichen Nikka Taketsuru und Yoichi erfreuen sich größter Beliebtheit.

Slyrs

Der bayrische Slyrs Whisky vom Schliersee ist im Whiskygeschäft noch sehr jung, wird aber mit den wahren Größen der Branche bereits in einem Atemzug genannt. Gerade einmal 1999 hat die Lantenhammer Destillierie angefangen Whisky zu produzieren. Lange Zeit gab es nur einen dreijährigen Whisky zu kaufen, der bereits hochrenommierte Preise gewann. Seit 2015 gibt es jährlich auch einen 12jährigen Slyrs Whisky zu kaufen, doch ist der nur streng limitiert erhältlich.